BÖP-Umfrageergebnisse: Klare Zukunftspläne bei Psychologiestudierenden
Als Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) haben wir eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, wie angehende Psycholog:innen ihre berufliche Zukunft planen und welche Faktoren ihre Berufsentscheidungen beeinflussen. Die Umfrageergebnisse dienen als wichtige Grundlage, damit wir Psychologiestudierende weiterhin gezielt unterstützen und uns für die Weiterentwicklung unseres Berufsstandes einsetzen können. An der Umfrage nahmen im Zeitraum von März bis April 2026 insgesamt 274 Psychologiestudierende aus Österreich teil.
Rund 84% der Teilnehmenden gaben an, nach der Absolvierung des Bachelorstudiums Psychologie auch ein Masterstudium Psychologie anzustreben und ca. 60% würden das Psychologiestudium weiterempfehlen. Etwa 69% planen eine postgraduelle Ausbildung in Klinischer Psychologie und weitere 14% interessieren sich für eine Ausbildung in Gesundheitspsychologie. Weitere häufig genannte Interessensgebiete sind die Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie, die Forensische Psychologie, Wissenschaft und Forschung sowie die Gesundheitspsychologie. Für den Berufseinstieg werden insbesondere mehr Ausbildungsplätze in der Ausbildung zur/zum Klinische:n Psycholog:in und mehr direkte Berufsmöglichkeiten ohne Zusatzausbildung gewünscht.
Bei der Berufswahl legen Psychologiestudierende besonderen Wert auf eine erfüllende Tätigkeit, ein interessantes Berufsfeld, anderen Menschen helfen zu können und einen zukunftssicheren Beruf im Bereich Gesundheit und Gesellschaft.
Außerdem wollen rund 59% der Studierenden ohne österreichische Staatsangehörigkeit weiterhin als Psycholog:in in Österreich arbeiten und nur knapp 9% wollen das nicht. Diese Zahlen zeigen eine deutliche Verbesserung zu 2020, als laut der Studie „Deutsche Psychologiestudierende in Österreich“ von Korunka und Neubauer nur 35,3% der Studierenden, die aus Deutschland nach Österreich zum Psychologiestudium gekommen sind in Österreich blieben und 64,7% zurück nach Deutschland gingen.
Wir danken allen Studierenden, die sich die Zeit genommen haben, an unserer Umfrage teilzunehmen.
