Österreichische Akademie für Psychologen | ÖAP

BÖP warnt in breiter Allianz vor Kürzungen im Sozialbereich

16.02.2026 | Öffentlichkeitsarbeit

Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) zeigt gemeinsam mit 46 Kinderrechteorganisationen und Interessensvertretungen auf: Verschlechterungen in der Sozialhilfe und Kürzungen im Sozialbereich sowie bei Familienleistungen würden Kinderarmut weiter verschärfen. 344.000 Kinder und Jugendliche wären in Österreich betroffen.

Für Familien in der Sozialhilfe wären Streichungen existenzbedrohend. Das knappe Budget wird unmittelbar für Wohnen, Energie und Lebensmittel benötigt. Gleichzeitig ist der budgetäre Effekt gering: Sozialhilfe macht weniger als 0,3 % des BIP aus. Im Raum stehen u. a. die Anrechnung der Familienbeihilfe sowie Kürzungen bei Kinderzuschlägen. Zusätzliche Einsparungen bei Angeboten wie Jugendzentren oder der Kinder- und Jugendhilfe würden die Lage weiter verschärfen.

Kinderarmut belastet Entwicklung und psychische Gesundheit

Der BÖP hat die von der Volkshilfe initiierte Presseaussendung mitunterzeichnet und warnt vor psychischen Folgen.

BÖP-Präsidentin a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger dazu:
„Armut macht krank – auch psychisch. Kinder bekommen den finanziellen Druck der Eltern natürlich mit, spüren die Scham und erfahren Ausgrenzung. So kann man nicht psychisch stark aufwachsen, das schwächt die Persönlichkeitsentwicklung, das Selbstvertrauen und allgemein die Zukunftschancen. Und das dürfen und können wir uns als Gesellschaft nicht leisten.”

Wer bei Kindern kürzt, verschiebt die Probleme in Gesundheit, Bildung und soziale Systeme. Die unterzeichnenden Organisationen fordern eine armutsfeste Absicherung von Kindern und Jugendlichen sowie den Ausbau kindbezogener Sozialleistungen.

Hier können Sie die gemeinsame Presseaussendung lesen.