Brainspotting - eine Brücke zwischen Konfrontation und Stabilisierung in der Behandlung sowie Traumaarbeit und darüber hinaus...
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21.10.2026 von 16:00 bis 20:00 Uhr | Zoom
Details
"Was ist wirksamer - Konfrontation oder Stabilisierung?" - eine heute oft gestellte Frage.
Fachleute wissen, dass es keine eindeutige Antwort dazu gibt. Vielmehr braucht es Methoden, die beides ermöglichen: Ein behutsames Hinschauen und einen sicheren, stabilisierenden Rahmen. Genau hier setzt Brainspotting an.
Brainspotting ist eine neurobiologisch fundierte Methode, die es ermöglicht, über körperliches Spüren und emotionales Erleben tiefgreifende innere Prozesse zu begleiten. Sie wurde 2003 von Dr. David Grand zufällig während einer EMDR-Sitzung entdeckt, bei einer jungen Eiskunstläuferin mit der Blockade, den dreifachen Rittberger-Sprung durchzuführen. Während der EMDR-Behandlung reagierte sie mit einem heftigen Zwinkern. David Grand blieb intuitiv mit dem Finger stehen und wurde - nachdem die Klientin bereits lange zu ihm gekommen war - Zeuge einer überraschend tiefen Verarbeitung. In dieser Sitzung konnten schwer zugängliche traumatische Erfahrungen integriert werden. Die Eiskunstläuferin berichtete am folgenden Tag von deutlicher Entlastung und innerer Stabilisierung sowie vom Überwinden der Blockade. Der Dreifach-Rittberger-Sprung gelang ihr von da an problemlos.
Brainspotting nutzt gezielt Blickpositionen ("Brainspots"), die mit neuronalen Aktivierungsmustern verknüpft sind, und ermöglicht so eine Verarbeitung, die sowohl sanft als auch tiefgehend sein kann. Klient*innen erleben dabei häufig, dass sie im sicheren Rahmen des Spürens die Erfahrung machen: Es passiert mir jetzt nichts. Das Erlebte kann als Vergangenes abgespeichert werden - was neue Stabilität und einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft ermöglicht.
In diesem Webinar lernen Sie:
Brainspotting praxisnah und erlebnisorientiert kennen. Es wird sichtbar, wie wirkungsvoll Brainspotting sowohl bei Belastung als auch im Ressourcenaufbau eingesetzt werden kann. Es wird erfahrbar, wie aus Belastung Schritt für Schritt Ressource werden darf und die Brücke zwischen Belastung und Stabilisierung hergestellt werden kann. Auf Letzteres geht die Vortragende im Speziellen ein.
Die Vortragende lädt eine Kollegin oder einen Kollegen ein, in die Rolle einer Klientin oder eines Klienten zu schlüpfen und in einer Demonstration zu erleben, wie eine Brainspotting Sitzung aussehen könnte. Um dies zu erleben, senden Sie bitte eine Email mit 2 - 3 Sätzen einer anonymisierten Fallbeschreibung an team@brainspottingaustria.com damit eine gute Auswahl getroffen werden kann.
Referentin: Mag.a Monika Baumann, Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin, Brainspotting Senior-Ausbilderin, systemische Familientherapeutin
Um Anmeldung wird bis spätestens 20.10.2026 gebeten.
Laut Begutachtung durch den BÖP wird die Veranstaltung im Ausmaß von 5 Einheiten als Fortbildung laut Psychologengesetz 2013, BGBl. I 182/2013 anerkannt.
Wir weisen Sie darauf hin, dass die Aufzeichnung von Online-Veranstaltungen - auch für den privaten Gebrauch - unzulässig ist. Eine solche Aufnahme greift in die Persönlichkeitsrechte der Vortragenden sowie der erkennbaren TeilnehmerInnen ein und stellt einen Verstoß gegen die DSGVO dar.
Referent/in
Mag.a Monika Baumann, Klinische- und Gesundheitspsychologin, Brainspotting Austria
Veranstaltet von
- Fachsektion Trauma
Landesgruppen / Fachsektionen
- Fachsektion Klinische Psychologie
- Fachsektion Traumapsychologie
Veranstaltungsort
Online via Zoom
