Die Trainierbarkeit des sozialen Gehirns: Von Empathie über Mitgefühl zur mentalen Gesundheit
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24.06.2026 von 18:00 bis 19:30 Uhr | Zoom
Details
In den letzten Jahrzehnten haben die sozialen Neurowissenschaften und die kontemplativen Wissenschaften enorme Fortschritte im Verständnis der neuronalen Grundlagen von Empathie, Mitgefühl oder der kognitiven Perspektivenübernahme gemacht. Mit dem Aufkommen der Achtsamkeitsforschung wurde auch zunehmend neurowissenschaftlich untersucht, wie sich diese sozialen Fähigkeiten durch mentale Übungen trainieren lassen und wie sich solche Übungen auf Gehirnplastizität, mentale Gesundheit, soziale Kompetenzen und Stressreduktion auswirken. In dem Vortrag wird Prof. Singer die wichtigsten Forschungsergebnisse von drei mentalen Trainingsstudien vorstellen: Während es sich beim ReSource-Projekt um eine groß angelegte neunmonatige Längsschnittstudie zum mentalen Training handelte, die mehr als 90 Maße umfasste, untersuchte das CovSocial-Projekt, wie psychische Gesundheitsprobleme, die sich während der Covid19-Pandemie verschärft hatten, durch ein rein App-basiertes 10-wöchiges Online-Programm reduziert werden können. Hier wurden klassische Achtsamkeitsübungen mit neueren Formen des sozio-affektiven Partner-basierten Trainings, den sogenannten Dyaden, miteinander verglichen. Es wird aufzeigt, wie wirksam solche neuen, skalierbaren sozialen Trainingsansätze sind, wie Dyaden soziale Nähe und Kohäsion schaffen und Einsamkeit reduzieren können. Zudem wird auf den Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl (compassion) erklärt und darauf eingegangen, wie Dyaden helfen können, empathischen Stress zu vermeiden, der über längere Zeit zu Burn-Out führen kann. Das neue Edu:Social Health Care Projekt bringt nun solche skalierbaren Online-Dyadenprogramme in die Gesellschaft und untersucht, wie solche mentalen Interventionsprogramme bei Experten aus dem Gesundheitssystem sowohl Sozialkompetenzen und Resilienz steigern und gleichzeitig Stress und Burnout-Raten reduzieren kann.
Kurzbiografie:
Prof. Dr. Tania Singer ist soziale Neurowissenschaftlerin und Psychologin und wissenschaftliche Leiterin des Social Neuroscience Lab der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin. Sie ist eine weltweit anerkannte Expertin für Empathie und Mitgefühl und hat zahlreiche evidenzbasierte mentale Trainingsprogramme entwickelt, die auch auf kontemplativer Achtsamkeit und partnerbasierten Dyadenpraktiken beruhen, um Resilienz, psychische Gesundheit, soziale Kompetenzen und sozialen Zusammenhalt zu fördern. Eines ihrer Hauptziele ist es, dieses wissenschaftliche Wissen in verschiedene Arme der Gesellschaft zu tragen, um die Grundlage für einen tiefgreifenden inneren Wandel und damit für einen größeren gesellschaftlichen Veränderungen zu schaffen.
Referentin: Prof. Dr. Tania Singer
Moderation: Mag.a Oksana Blotni, Leitung BÖP-Landesgruppe Salzburg
Um Anmeldung wird bis spätestens 23.06.2026 gebeten.
Laut Begutachtung durch den BÖP wird die Veranstaltung im Ausmaß von 2 Einheiten als Fortbildung laut Psychologengesetz 2013, BGBl. I 182/2013 anerkannt.
Wir weisen Sie darauf hin, dass die Aufzeichnung von Online-Veranstaltungen - auch für den privaten Gebrauch - unzulässig ist. Eine solche Aufnahme greift in die Persönlichkeitsrechte der Vortragenden sowie der erkennbaren TeilnehmerInnen ein und stellt einen Verstoß gegen die DSGVO dar.
Referent/in
Prof. Dr. Tania Singer
Veranstaltet von
- Landesgruppe Salzburg
Landesgruppen / Fachsektionen
- Landesgruppe Burgenland
- Landesgruppe Kärnten
- Landesgruppe Niederösterreich
- Landesgruppe Oberösterreich
- Landesgruppe Salzburg
- Landesgruppe Steiermark
- Landesgruppe Tirol
- Landesgruppe Vorarlberg
- Landesgruppe Wien
- Landesgruppe AuslandspsychologInnen
Veranstaltungsort
Online via Zoom
