Auswirkungen des Konsumcannabisgesetzes - Ergebnisse der Begleitevaluation (EKOCAN)
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22.07.2026 von 19:00 bis 20:30 Uhr | Zoom
Details
Am 1. April 2024 ist in Deutschland das Cannabisgesetz (CanG) in Kraft getreten, das mit dem Konsumcannabisgesetz (KCanG) den teillegalisierten Umgang mit Cannabis zum Freizeitgebrauch und mit dem Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG) die Versorgung mit Cannabis zu medizinischen und medizinisch-wissenschaftlichen Zwecken regelt. Kernpunkte des KCanG sind die Legalisierung des Besitzes einer begrenzten Menge von Cannabis zum Freizeitkonsum, des Eigenanbaus von drei Cannabispflanzen und des gemeinschaftlichen Anbaus in nicht kommerziellen "Cannabis Clubs" (Anbauvereinigungen). § 43 des KCanG sieht eine begleitende Evaluation der gesellschaftlichen Auswirkungen des Gesetzes vor.
Inzwischen sind von der Projektgruppe EKOCAN zwei Forschungsberichte veröffentlicht worden, die erste, kurzfristige Auswirkungen des KCanG hinsichtlich Kinder- und Jugendschutz, Gesundheitsschutz, Schwarzmarkt und Kriminalität eingehend beschreiben (https://www.uke.de/landingpage/ekocan/index.html). Die so genannte Teillegalisierung ist in Deutschland nach wie vor politisch-ideologisch umstritten. Ob es zu weiteren Reformen (im Sinne eines legalisierten Verkaufs von Cannabisprodukten) oder Verschärfungen bzw. die Rückabwicklung der geltenden gesetzlichen Regelungen kommt, ist offen. Hierzu sollten die endgültigen Ergebnisse der Evaluation im April 2028 abgewartet werden.
In dem Vortrag von Herrn Verthein, der Mitglied der interdisziplinären Forschungsgruppe ist, werden zunächst die Erkenntnisse aus der Evaluation des KCanG (EKOCAN-Projekt) zusammenfassend dargestellt. Anschließend sollen diese Erkenntnisse ggf. auch in Bezug auf die mögliche Übertragung auf andere Länder diskutiert werden.
Referent: PD Dr. Uwe Verthein, Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS)
Um Anmeldung wird bis spätestens 21.07.2026 gebeten.
Laut Begutachtung durch den BÖP wird die Veranstaltung im Ausmaß von 2 Einheiten als Fortbildung laut Psychologengesetz 2013, BGBl. I 182/2013 anerkannt.
Wir weisen Sie darauf hin, dass die Aufzeichnung von Online-Veranstaltungen - auch für den privaten Gebrauch - unzulässig ist. Eine solche Aufnahme greift in die Persönlichkeitsrechte der Vortragenden sowie der erkennbaren TeilnehmerInnen ein und stellt einen Verstoß gegen die DSGVO dar.
Referent/in
PD Dr. Uwe Verthein
Veranstaltet von
- Referat Suchtpsychologie
Veranstaltungsort
Online via Zoom
