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Workshop zum Thema Menstruation & Zyklus
Beschreibung: Im Zentrum der Menstruationsworkshops stehen nicht nur die Vermittlung von Wissen über Menstruation und Zyklus, sondern insbesondere die Enttabuisierung und Stärkung der Gesundheitskompetenz von Mädchen und jungen Frauen. Thematisiert werden unter anderem Menstruationsbeschwerden, Periodenprodukte, der Besuch bei der:dem Gynäkolog:in sowie körperliche und psychische Veränderungen im Zyklus. In einem geschützten Raum können die Teilnehmerinnen Fragen und Erfahrungen einbringen und werden durch interaktive Übungen und praktische Methoden dabei unterstützt, ihren Körper besser zu verstehen und selbstbewusste Entscheidungen im Umgang mit ihrer Menstruation zu treffen.
Problemstellung/ Ausgangslage: Die erste Menstruation und die damit verbundenen körperlichen und emotionalen Veränderungen stellen für viele Mädchen eine wichtige Entwicklungsphase dar. Unsicherheiten, Scham und Ängste können entstehen, wenn verlässliche Informationen fehlen oder Menstruation im familiären, schulischen oder gesellschaftlichen Umfeld wenig thematisiert wird. Besonders Jugendliche mit erschwertem Zugang zu Bildungs- und Unterstützungsangeboten können dadurch in ihrer Gesundheitskompetenz eingeschränkt werden. Gleichzeitig sind weiterhin zahlreiche Mythen und stereotype Vorstellungen über Menstruation verbreitet, wie beispielsweise, dass die Verwendung von Tampons zur 'Entjungferung' führe oder Periodenblut unrein sei. Diese Vorstellungen können Unsicherheit, Scham und eine negative Wahrnehmung des eigenen Körpers fördern. Fehlendes Wissen kann zudem gesundheitliche Folgen haben, etwa durch die unsachgemäße Verwendung von Menstruationsprodukten oder das Übersehen gesundheitlicher Warnzeichen. Auch starke körperliche oder psychische Beschwerden werden teilweise als 'normal' hingenommen. Eine gesundheitsförderliche Auseinandersetzung mit Menstruation soll daher nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit und einen positiven und selbstverständlichen Umgang mit dem eigenen Körper stärken.
Wissenschaftlicher Hintergrund: Menstruation ist für viele Mädchen und Jugendliche mit Scham und Unsicherheit verbunden. Eine Befragung von Plan International (2023) zeigt beispielsweise, dass 95 % der befragten Mädchen und Frauen Blutflecken auf der Kleidung als besonders belastende bzw. beschämende Situation wahrnehmen. Gleichzeitig setzt die erste Menstruation durchschnittlich bereits im Alter von etwa 13 Jahren ein; rund 6 % der Mädchen erleben ihre erste Menstruation bereits vor dem zehnten Lebensjahr (Menstruationsbericht, 2024). Eine frühzeitige, verständliche und altersgerechte Vorbereitung ist daher von zentraler Bedeutung.
Der Menstruationsbericht 2024 weist zudem darauf hin, dass 22,4 % der Jugendlichen Schwierigkeiten haben, verlässliche Informationen zum Thema Menstruation zu erhalten bzw. medizinische Informationen von Ärzt:innen zu verstehen. Besonders für Jugendliche, die aufgrund sprachlicher, sozialer oder kultureller Barrieren einen erschwerten Zugang zu Gesundheitsinformationen haben, kann dies eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Fehlendes oder schwer zugängliches Wissen kann die Fähigkeit beeinträchtigen, gesundheitliche Informationen zu beurteilen, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und bei Beschwerden angemessen zu handeln.
Zielgruppe und Ziele der Maßnahme: Die Angebote der Frauengesundheitszentren FEM & FEM SUED richten sich insbesondere an sozioökonomisch benachteiligte Jugendliche, um jene zu erreichen, die aufgrund ihrer Lebenssituation einen erschwerten Zugang zu Gesundheitsinformationen und Unterstützungsangeboten haben. Die Menstruationsworkshops konnten zunächst von Schulen im Rahmen des Projekts „Kinder- und Jugendmillion“ gebucht werden. Um eine größere Zahl an Jugendlichen zu erreichen, wurde das Angebot Anfang 2026 auf Jugendliche aller Wiener Schulen ausgeweitet. Ein besonderer Fokus liegt weiterhin auf Mittelschulen, da dort ein hoher Anteil an sozioökonomisch benachteiligten Jugendlichen erreicht werden kann.
Die Workshops wurden für Mädchen konzipiert, um einen geschützten und geschlechtersensiblen Raum für Fragen und persönliche Erfahrungen zu schaffen. Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz und Selbstwirksamkeit der Teilnehmerinnen im Umgang mit ihrem Körper, der Menstruation und den damit verbundenen körperlichen und psychischen Veränderungen zu stärken. Die Mädchen sollen verlässliche Informationen erhalten, verbreitete Mythen kritisch hinterfragen und lernen, eigene Bedürfnisse und gesundheitliche Beschwerden wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Gleichzeitig sollen Scham und Unsicherheit reduziert und ein selbstverständlicher Austausch über Menstruation ermöglicht werden.
Inhalt/Methode: Die Workshops werden alters- und entwicklungsangemessen gestaltet, wobei bei jüngeren Teilnehmerinnen eine spielerische und niedrigschwellige Vermittlung von Grundlagen zu Körper, Pubertät und Menstruation im Vordergrund steht. Quizfragen, Bildmaterial, Gesprächsrunden und praktische Übungen ermöglichen einen aktivierenden Zugang und fördern die Beteiligung der Mädchen. Bei älteren Jugendlichen werden die Inhalte vertieft und unter anderem der Menstruationszyklus, körperliche und psychische Veränderungen sowie Menstruationsbeschwerden und der Umgang damit thematisiert. Gruppenarbeiten, Diskussionen und die gemeinsame Reflexion von Mythen und gesellschaftlichen Vorstellungen fördern die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema. Ein zentraler Bestandteil aller Workshops ist die Möglichkeit, Fragen offen oder anonym zu stellen und persönliche Unsicherheiten in einem geschützten Rahmen anzusprechen. Die Inhalte und Methoden werden flexibel an den Wissensstand, die Fragen und die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe angepasst. Während bei jüngeren Mädchen die Orientierung und Vermittlung von Basiswissen im Vordergrund stehen, werden bei älteren Jugendlichen insbesondere Selbstbestimmung, Gesundheitskompetenz und ein selbstbewusster Umgang mit dem eigenen Körper gefördert. Der partizipative und interaktive Ansatz vermittelt nicht nur Wissen, sondern stärkt auch die aktive Beteiligung und Selbstwirksamkeit der Teilnehmerinnen.
Webseite: https://fem-men.at/
Beginn/ Laufzeit/ Abschluss des Projekts: September 2025 bis September 2026
Bisherige Erfolge/ Meilensteine: Die Workshops werden alters- und entwicklungsangemessen gestaltet, wobei bei jüngeren Teilnehmerinnen eine spielerische und niedrigschwellige Vermittlung von Grundlagen zu Körper, Pubertät und Menstruation im Vordergrund steht. Quizfragen, Bildmaterial, Gesprächsrunden und praktische Übungen ermöglichen einen aktivierenden Zugang und fördern die Beteiligung der Mädchen. Bei älteren Jugendlichen werden die Inhalte vertieft und unter anderem der Menstruationszyklus, körperliche und psychische Veränderungen sowie Menstruationsbeschwerden und der Umgang damit thematisiert. Gruppenarbeiten, Diskussionen und die gemeinsame Reflexion von Mythen und gesellschaftlichen Vorstellungen fördern die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema. Ein zentraler Bestandteil aller Workshops ist die Möglichkeit, Fragen offen oder anonym zu stellen und persönliche Unsicherheiten in einem geschützten Rahmen anzusprechen. Die Inhalte und Methoden werden flexibel an den Wissensstand, die Fragen und die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe angepasst. Während bei jüngeren Mädchen die Orientierung und Vermittlung von Basiswissen im Vordergrund stehen, werden bei älteren Jugendlichen insbesondere Selbstbestimmung, Gesundheitskompetenz und ein selbstbewusster Umgang mit dem eigenen Körper gefördert. Der partizipative und interaktive Ansatz vermittelt nicht nur Wissen, sondern stärkt auch die aktive Beteiligung und Selbstwirksamkeit der Teilnehmerinnen.
Einreichende Organisation/ Person: Mag.a Maria Bernhart/ Institut für Frauen und Männergesundheit in Kooperation mit MA24 Frauengesundheit Wien
Weiterführende/ergänzende Links zur Maßnahme: https://fem.at/kurs/workshops-zum-thema-menstruati...
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